Höckerschwan und Graugans brüten regelmäßig in der Nuthe-Nieplitz-Niederung, Singschwäne und seltener auch Zwergschwäne (einzelne Tiere oder Familien meist in Begleitung von Singschwänen) überwintern im Gebiet. Besondere Bedeutung hat die Nuthe-Nieplitz-Niederung als Rastplatz für Saat- und Blessgänse. Zusammen mit diesen werden regelmäßig einzelne Weißwangengänse und Kurzschnabelgänse, ausnahmsweise auch Zwerggänse, Kanadagänse, Ringelgänse und Rothalsgänse beobachtet. Brandgänse kommen vereinzelt (Einzeltiere oder Paare) von Anfang März bis Anfang November am Zauchwitzer Busch vor, haben aber bisher noch nicht in der NNN gebrütet. Im Winter sind Schwäne regelmäßig auf Rapsfeldern, Gänse auf Getreidefeldern und Wiesen der Umgebung anzutreffen.
Sowohl auf größeren (Schwanensee, Blankensee) als auch auf kleineren Gewässern (Poschfenn, Katzwinkel, Seechen) der Nuthe-Nieplitz-Niederung brüten Höckerschwäne (insges. ca. 20 Brutpaare).
Außerdem halten sich im Sommer bis zu 200 Nichtbrüter auf Schwanensee oder Gänselake auf. Im Winter sind regelmäßig 50-100 Höckerschwäne auf Ackerflächen (vor allem Raps), häufig zusammen mit Singschwänen - zu beobachten. Zum Schlafen fliegen sie zum Blankensee oder Schwanensee. Der Anteil der Jungvögel liegt im Winter bei ca. 20% (n=9723 bei 420 Beobachtungen in den Jahren 1994 - 2005) und damit deutlich unter den in der Avifauna Brandenburg für andere Gebiete angegebenen 25-35%.
Die NNN erfüllt das SPA-Kriterium (Brandenburg: 73 Rastvögel (EU C6)) für Singschwäne. Singschwäne treffen Anfang November in der NNN ein. Ab Mitte November sind Gruppen von 40-100 Singschwänen tagsüber auf Rapsfeldern zu beobachten. Meist sammeln sich alle Singschwäne, die in der NNN überwintern, auf einem Tageseinstand. Zum Schlafen fliegen sie auf den Blankensee oder den Schwanensee
Mitte März haben die meisten Singschwäne das Gebiet verlassen, einzelne bleiben ausnahmsweise bis Mitte April. Der Anteil der Jungvögel liegt bei ca. 18% (n=4723 bei 168 Beobachtungen in den Jahren 1996 - 2005) und damit im Bereich der in der Avifauna Brandenburg für andere Gebiete angegebenen 17%.
Die NNN erfüllt das SPA-Kriterium (12.800 Rastvögel (global A4i) bzw. 6.000 (EU C3)) für Blessgänse.
Ansammlungen von mehr als 5.000 Blessgänsen sind regelmäßig von Oktober bis Dezember auf den Schlafplätzen Blankensee, Riebener See und Gänselaake zu beobachten. Tagesmaxima, verteilt auf drei bis vier Schlafplätze) liegen bei bis zu 25.000 Blessgänsen. Zur Nahrungssuche werden vor allem die umliegenden Wiesen (z.B. Ungeheuerwiesen zwischen Breite und Tremsdorf, Nuthewiesen bei Jütchendorf) aufgesucht. Ab Dezember sind meist mehr Bless- als Saatgänse im Gebiet. Bis Ende März haben die meisten Blessgänse das Gebiet verlassen, Gruppen bis zu 10-20 Tieren können sich ausnahmsweise bis Mitte Mai in der NNN aufhalten.
Die NNN erfüllt das SPA-Kriterium (3.800 Rastvögel (global A4i) bzw. 800 (B1i)) für Saatgänse deutlich und stellt damit ein global bedeutendes Rastgebiet für diese Art dar.
Ansammlungen von mehr als 10.000 Saatgänsen (weit überwiegend Tundrasaatgänse) sind regelmäßig von Oktober bis Dezember auf den Schlafplätzen Blankensee, Riebener See und Gänselaake zu beobachten (mit Tagesmaxima von bis zu 50.000 Saatgänsen im Gesamtgebiet, was ca. 10% des Weltbestandes entspricht). Zur Nahrungssuche werden vor allem auf die umliegenden Felder (insbes. Wintergetreide) genutzt. Im Oktober / November ist die Saatgans häufiger als Blessgans. Obwohl der Großteil der Saatgänse bis Ende März abgezogen ist, können vereinzelt noch bis Mitte Mai Gruppen von bis zu 50 Saatgänsen beobachtet werden.
In der NNN brüten ca. 50 BP der Graugans (z.B. Zauchwitzer Busch, und am Katzwinkel, aber auch an anderen Gewässern). Ab Anfang Mai lassen sich Gänse mit Jungen z.B. am Zauchwitzer Busch beobachten.
Im Frühjahr und im Herbst ist die Graugans häufiger Rastvogel auf dem Blankensee und den Gewässern bei Stangenhagen. Zeitweise werden auch kleinere Gewässer (insbes. Poschfenn) als Schlafplatz von den Graugänsen genutzt. Im Sommer halten sich meist 500-1000 Graugänse (viele Nichtbrüter) im Gebiet auf, die bis Ende September abziehen. Bei den im Winter zu beobachtenden Graugänsen (je nach Wetterlage normalerweise <100 Tiere) handelt es sich wahrscheinlich nicht um ortsansässige Brutvögel.