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Ornithologische Arbeitsgruppe im Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung e.V. |
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Für folgende Arten bzw. Artengruppen liegen Ergebnisse aus detaillierten Revierkartierungen durch die AG Ornithologie vor:
Die Kartierung wurde im Jahr 2004 durchgeführt. Auf einer Fläche von ca. 70 km2 wurden folgende Reviere festgestellt: 1 Rev. Seeadler, 5 Rev. Fischadler, 29 Rev. Mäusebussard, 3 Rev. Habicht, 2 Rev. Sperber, 10 Rev. Roter Milan, 9 Rev. Schwarzer Milan und 1 Rev. Baumfalke. Außerdem brüten Turmfalken, Wespenbussard (zumindest gelegentlich) und Rohrweihen im Gebiet. 2007 wurde die Greifvogelerfassung wiederholt. Das Erfassungsgebiet wurde leicht verändert, so dass bei der Erfassung 2007 das NSG Nuthe-Nieplitz-Niederung komplett erfasst werden konnte. Auf einer Gesamtfläche von 83 km2, davon 54.9 km2 Naturschutzgebiet, wurden folgende Reviere festgestellt: 1 Rev. Seeadler (+ 1 Revier ebenfalls im Gebiet der NNN, aber außerhalb des Kartierungsgebietes), 5 Reviere Fischadler, 55 Rev. Mäusebussard, 19 Rev. Schwarzmilan, 10 Rev. Rotmilan (+ 1 Rev. außerhalb des Kartierungsgebietes), 8 Rev. Rohrweihe, mind. 1 Rev. Wespenbussard, mind. 3 Rev. Baumfalke, mind. 8 Rev. Turmfalke. Weder Habicht noch Sperber konnten eindeutig als Brutvogel nachgewiesen werden. Die Auswertung beider Erfassungen übernahm M. Prochnow.
Die erste Kartierung der Eulen in der NNN erfolgte 2009 (Koordination M. Zerning) und bestätigte, dass Eulen relativ selten in der NNN vorkommen. Vom Waldkauz wurden immerhin 19 Reviere erfasst, während die Waldohreule nur 3x festgestellt wurde. Möglicherweise ist die im Vergleich mit anderen ähnlich strukturierten Gebieten Brandenburgs (z.B. Havelland) extrem niedrige Dichte der Waldohreule durch einen Mangeln an geeigneten Nestern von Krähen und Raben begründet. Wie fast jedes Dorf in der NNN einen Storch hat, brütet auch in fast jedem Dorf eine Schleiereule (9 Reviere). Die Wiederansiedlung des Steinkauzes durch Nachzucht und Auswilderung durch F. Witt (s. Land in Sicht 2009, S. 21) wird hoffentlich in den kommenden Jahren erste Erfolge zeigen.
1998 erfolgte die Kartierung der Rallen des Gebietes. Es wurden folgende Reviere nachgewiesen: Wasserralle 38 Rev., Tüpfelsumpfhuhn 11 Rev., Teichhuhn 1 Rev., Blesshuhn 38 Rev., Wachtelkönig (Wiesenralle) 2 Rev. (KALBE 1999). Gelegentliche Nachweise des Kleinen Sumpfhuhns lassen das Brüten im Gebiet vermuten. Bei einer erneuten Kartierung im Jahr 2006 (in einem geringfügig anderen Beobachtungsgebiet) wurden abgesehen von der Wasserralle sehr ähnliche Revierzahlen ermittelt: 70 Rev. Wasserralle, 11 Rev. Tüpfelsumpfhun, 45 Rev. Blesshuhn, 3 Rev. Teichralle und 1-2 Rev. Kleine Ralle. Der Wachtelkönig, der auch bei der Erfassung 1998 außerhalb des Erfassungsgeibietes von 2006 brütete, konnte zwar festgestellt werden, es ist aber zu vermuten, dass es sich bei dieser Beobachtung um Durchzügler handelte.
Seit Mitte der sechziger Jahre des 20.Jh. werden die Brutvorkommen und Schlafplatzbestände in der Nuthe-Nieplitz-Niederung von M. Kroop erfasst. In den Jahren nach 1999 übernahm die Arbeitsgruppe Ornithologie die Kontrolle der Bestände. Gegenwärtig (2006) existieren 30 Brutreviere. Die Rastbestände an bis zu drei Teilschlafplätzen liegen durchschnittlich bei 600 Exemplaren, im Maximum bei bis zu 1500. Seit 2005 koordiniert die Bestandserfassungen Frau R. Brucker.
2006 wurde neben den Rallen auch 13 Brutpaare der Bekassine kartiert, die vor allem im Bereich der Körziner Wiesen brütet.
In den Jahren 2007 und 2008 wurden erstmals die Spechte im SPA der Nuthe-Nieplitz-Niederung kartiert (Koordination K. Siems). Auf ca. 5500 ha wurden 22 Schwarzspechte, 15 Grünspechte, 146 Buntspechte, 17 Mittelspechte und 53 Kleinspechte kartiert. Die Zahl der Schwarzspechte ist wahrscheinlich aus methodischen Gründen (Kartierung rufender Spechte, keine Suche der Bruthöhlen) zu hoch, da die Abgrenzung der einzelnen Reviere nur mit großem Aufwand machbar ist. Überraschend hoch war die Zahl der Mittelspechte, die nicht nur wie erwartet in den Eichenwäldern (Saarmunder und Siethener Elsbruch) sondern auch in Parks und kleineren Laubgehölzen am Blankensee vorkommen.
Die Zusammenstellung der Kartierungen aus dem Jahr 2003 übernahm M. Zerning. Auf einer Fläche von 60 km2 wurden 30 Reviere der Nebelkrähe und 17 Reviere der Elster nachgewiesen.
Eine aufwändige Kartierung der Brutpaare erfolgte im Jahr 2002. Die Koordinierung und Auswertung übernahm M. Prochnow. Um die Ergebnisse zu sichern, führte M. Prochnow in den Folgejahren in Teilgebieten Nachzählungen durch. Es ergeben sich gute Vergleichsmöglichkeiten zu den Erhebungen von SCHUBERT (1994). Die Zahl der Neuntöterpaare wird in Teilgebieten jährlich verfolgt. Es gibt Hinweise, dass die Zahl der Neuntöter seit 2002 rückläufig ist.
2007 wurde neben den Greifvögeln und Spechten auch 16 Reviere des Blaukehlchens kartiert. Fast alle Reviere befinden sich in unzugänglichen Teilen am Ufer des Blankensees. 2008 wurde die Kartierung wiederholt und die Ergebnisse von Lars Kluge in der Otis publiziert. Blaukehlchen sind jedoch nur selten so schön wie auf dem Photo zu sehen.
2009 wurden unter Leitung von Dr. L. Kalbe 47 Reviere der Sperbergrasmücke auf einer Fläche von 41.5 km2 kartiert. Sperbergrasmücken bevorzugen dichte Gebüsche mit Unterwuchs am Rand trockener oder feuchter Wiesen. Meist treten sie in enger Nachbarschaft zum Neuntöter auf, der jedoch wesentlich häufiger ist.
Im Jahr 2003 wurden Rohrsänger (Teichrohrsänger, Schilfrohrsänger, Sumpfrohrsänger, Drosselrohrsänger) und Schwirle (Rohrschwirl, Feldschwirl) im Naturschutzgebiet (ca. 5.500 ha) bearbeitet. (Teichrohrsänger 327 Rev., Schilfrohrsänger 116 Rev., Sumpfrohrsänger 83 Rev., Drosselrohrsänger 37 Rev., Rohrschwirl 63 Rev.; Feldschwirl 17 Rev.). Die Auswertungen übernahmen L. Kluge u. L. Landgraf.