Vor mehr als 20 Jahren ist der Steinkauz aus der Nuthe-Nieplitz-Niederung verschwunden. Da die Nuthe-Nieplitz-Niederung ein geeigneter Biotop für den Steinkauz darstellt, soll in den nächsten Jahren versucht werden, durch Auswildern vor Ort gezüchteter Steinkäuze eine eigenständig überlebensfähige Population in der Nuthe-Nieplitz-Niederung anzusiedeln und langfristig eine Anbindung an die Population in den Belziger Landschaftwiesen, wo aktuell ca. 12 Steinkauzreviere existieren, zu schaffen.
Im Sommer 2010 wurden ca. 25 Steinkauzröhren im Dreieck Breite - Körzin - Stücken an geeigneten Stellen angebracht. Am 21. August 2010 war es dann soweit: Rund um Gut Breite wurden 11 junge Käuze (Nachzuchten aus 2009 und 2010 von den Züchtern Falk Witt, Körzin sowie Lars Kluge, Blankensee) ausgewildert. Erfahrungen aus den beiden anderen Auswilderungsprojekten in Brandenburg (Havelland und Belziger Landschaftswiesen) zeigten, dass in den ersten Wochen große Verluste von ca. 70% auftreten. Lars Kluge und Lukas Landgraf haben die Röhren regelmäßig kontrolliert und wie zu erwarten nach einigen Wochen nur noch 3 Käuze regelmäßig beobachten können.
17.03.2011: Der schneereiche und kalte Dezember 2010 ließ das Schlimmste befürchten. Aber die drei Käuze auf Gut Breite, wahrscheinlich ein Männchen und zwei Weibchen, sind - zumindest bis Anfang Februar 2011 - gut über den Winter gekommen. Gut Breite ist ein offensichtlich sehr gutes Revier für die Käuze - nicht zuletzt durch die tolle Unterstützung von Familie Degreif, die von Anfang an mit Begeisterung bei dem Projekt dabei ist. In klaren ruhigen Nächten konnte man im Spätwinter und Frühjahr von der Straße aus auf Gut Breite wieder die Rufe des Steinkauzes hören.
23.06.2011: Seit ca. 30 Jahren gibt es wieder eine Steinkauzbrut in der Nuthe-Nieplitz-Niederung. Von den im August 2010 ausgewilderten 11 Steinkäuzen haben mindestens drei den harten Winter überstanden. Einer von den dreien wurde leider im Frühjahr von einem Habicht geschlagen, die beiden anderen haben auf Gut Breite erfolgreich gebrütet. Lars Kluge konnte Anfang Juni in einer Brutröhre zwei junge Steinkäuze beobachten, die am 21.06.2011 zusammen mit den 18 Zuchttieren von Peter Schubert beringt wurden. Zur Wiederansiedlung des Steinkauzes in der Nuthe-Nieplitz-Niederung wurde ein Förderprojekt beantragt, das hoffentlich in Kürze genehmigt wird.
20.08.2011: Im Sommer 2011 konnten 44 weitere Steinkäuze, davon 18 aus eigener Nachzucht, in der NNN ausgewildert werden. Schwerpunkte waren neben Breite Stücken, Blankensee und Tremsdorf. Damit die Steinkäuze sich wohlfühlen, sind mittlerweile über 100 Steinkauzkästen installiert worden.
Falls Sie das Projekt zur Wiederansiedlung des Steinkauzes unterstützen möchten, können Sie eine Patenschaft für einen Steinkauz übernehmen. Für nähere Informationen weden Sie sich bitte an den Landschaftsförderverein Nuthe-Nieplitz-Niederung (Tel. (033204) 41867 email: info@foerderverein-nuthe-nieplitz.de).